
Drei Fälle aus dem Alltag
Probleme mit Bildrechten entstehen selten aus böser Absicht. Meist fehlt schlicht eine Information im entscheidenden Moment:
Was Sie wissen sollten
Die rechtlichen Grundlagen sind umfangreich. Für den Alltag genügt es aber, drei Punkte zu kennen:
1. Fotos sind geschützt, Nutzungsrechte haben Grenzen
Fotos sind nach dem Urheberrechtsgesetz geschützt, auch einfache Schnappschüsse. Wer ein Foto nutzt, braucht dafür ein Nutzungsrecht. Dieses Recht ist oft eingeschränkt, etwa auf einen Zeitraum, bestimmte Medien wie Print oder Web, eine Auflage oder eine Region. Wird ein Bild darüber hinaus verwendet, ist die Nutzung nicht mehr gedeckt.
2. Abgebildete Personen müssen einverstanden sein
Wer auf einem Foto erkennbar ist, muss der Veröffentlichung grundsätzlich zustimmen. Das ergibt sich aus dem Recht am eigenen Bild und, weil Fotos von Personen als personenbezogene Daten gelten, auch aus der Datenschutz-Grundverordnung. Für einige Fälle gibt es Ausnahmen, etwa bei Personen als Beiwerk neben einer Landschaft. Im Unternehmensalltag ist eine dokumentierte Einwilligung aber der sichere Weg. Wichtig: Eine Einwilligung nach der Datenschutz-Grundverordnung kann widerrufen werden, und dann muss die weitere Verwendung geprüft werden.
3. Urheber wollen genannt werden
Fotografen haben das Recht, als Urheber genannt zu werden. Fehlt die Namensnennung, obwohl sie vereinbart oder üblich ist, kann das zu Schadensersatzforderungen führen, selbst wenn die Nutzung im Übrigen erlaubt war.
Dieser Artikel gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine Rechtsberatung. Im Zweifel wenden Sie sich an eine Fachanwältin oder einen Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht.
Das eigentliche Problem: Die Information ist nicht beim Bild
In den meisten Unternehmen sind die nötigen Informationen durchaus vorhanden, nur eben nicht dort, wo sie gebraucht werden. Der Lizenzvertrag steckt in einer E-Mail, die Einwilligung im Ordner der Personalabteilung, und wer fotografiert hat, weiß nur die Kollegin, die das Shooting damals organisiert hat.
Wer ein Bild verwenden möchte, sieht davon nichts. Er sieht nur die Datei. Genau hier setzt eine sinnvolle Bildverwaltung an.
Fünf Regeln, die vor Ärger schützen
- Rechte gehören zum Bild: Urheber, Lizenzgeber und Nutzungsbedingungen werden direkt beim Bild erfasst, nicht irgendwo anders.
- Ablaufdaten erfassen: Ist eine Lizenz befristet, wird das Ende gleich beim Import eingetragen.
- Einwilligungen verknüpfen: Die unterschriebene Einwilligung liegt als Dokument vor und ist mit den Fotos der Person verbunden.
- Personen auffindbar machen: Wer auf einem Foto zu sehen ist, wird erfasst. Nur so lassen sich bei einem Widerruf alle betroffenen Bilder finden.
- Vor der Weitergabe prüfen: Bevor ein Bild veröffentlicht oder verschickt wird, ist ein kurzer Blick auf Rechte und Einwilligung Routine.
So hilft Daminion
Daminion macht aus diesen Regeln einen Arbeitsablauf, der kaum zusätzliche Zeit kostet:
- Urheber und Copyright in der Datei: Angaben wie Fotograf, Copyright und Nutzungsbedingungen werden nach dem IPTC- und XMP-Standard direkt in die Bilddatei geschrieben. Sie bleiben erhalten, auch wenn die Datei kopiert oder weitergegeben wird.
- Lizenz-Ablaufdatum: Ist das Datum erreicht, warnt Daminion und sperrt das Bild für Export, Druck und Versand. Mehr dazu
- Verknüpfte Einwilligungen: Die Einwilligung als PDF wird mit allen Fotos der Person verknüpft und ist mit einem Klick aufrufbar. Mehr dazu
- Personen finden: Die Gesichtserkennung zeigt bei einem Widerruf in Sekunden alle Fotos, auf denen die Person zu sehen ist. Mehr dazu
- Wo wurde das Bild verwendet? Über Verknüpfungen mit Broschüren und Layouts ist sichtbar, in welchen Unterlagen ein Bild steckt.
- Geschützt weitergeben: Bilder können beim Versand automatisch ein Wasserzeichen erhalten. Mehr dazu
Die Checkliste vor jeder Veröffentlichung
Acht Fragen, bevor ein Bild das Haus verlässt
Haken Sie ab, was geklärt ist. Ihre Auswahl wird nirgends gespeichert oder übertragen.
Erst wenn alle acht Fragen geklärt sind, ist das Bild bereit zur Veröffentlichung.
Der nächste Schritt
Wie gut sich Bildrechte mit Daminion im Griff behalten lassen, zeigt sich am besten mit Ihren eigenen Dateien. Testen Sie Daminion in Ihrer IT-Umgebung, auf Wunsch unterstützen wir Sie bei der Installation.
